Feuerwehr - eine große Familie

Andreas, 50, Ortsfeuerwehr Schaafhausen
Techniker im Straßenbau und Familienvater

Beim Osterfeuer 2016 in Schaafhausen wurde ich von dem damaligen Ortsbrandmeister angesprochen, ob ich nicht in die Feuerwehr eintreten möchte. Die Feuerwehr war mir nicht fremd, da meine Kinder am Dienst der Florian- und der Jugendgruppe teilgenommen hatten. Schaafhausen ist ein Dorf, man kennt sich eben. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich eher an eine passive Mitgliedschaft, um die Schaafhausener Wehr finanziell zu unterstützen.

Doch völlig unerwartet (Überraschung!) war ich aktives Mitglied der Einsatzabteilung - ein Feuerwehrmann! - Wofür ich bis heute dankbar bin.

Bei den Ausbildungsdiensten hatte ich dann auch recht schnell Kontakt zur Wettkampfgruppe - was die gemacht haben, fand ich schon ziemlich interessant. Schneller als gedacht wurde ich zum Maschinisten ernannt, da mein Vorgänger krankheitsbedingt ausfiel. So musste ich zum nächsten Wettkampf, also innerhalb von 14 Tagen, unser Feuerwehrauto und die Pumpe zur Wasserförderung kennen und gebrauchen lernen. Mein erster Wettkampf war schon aufregend, es lief nicht ohne Fehler ab, aber ich hätte die Wettkampfübung gerne ein zweites Mal durchgespielt.

Der Wettkampfgruppe gehöre ich immer noch an und nehme immer wieder wechselnde Aufgaben war - was eben grade gebraucht wird. In der Wettkampfgruppe lernt man den den kompletten Löscheinsatz von der Pike auf - das ist ein gutes Fundament für jede Einsatzlage. Zusätzlich wird der sportliche Ehrgeiz geweckt, Ziel eines Wettkampfes ist es nunmal, zu gewinnen - kurzum: es macht einfach Spaß.

Zusätzlich zu meiner Truppmannausbildung, habe ich weitere Standardausbildungen genießen dürfen. So wurde ich im Digitalfunkt, zum Atemschutzgeräter-Träger und Maschinisten ausgebildet, lernte den Feuerwehr-spezifischen Umgang mit der Kettensäge und absolvierte den Grundlehrgang gefährliche Stoffe.

Wichtig an der Feuerwehr ist mir die Kameradschaft geworden.

Egal wo Du bist, egal aus welcher Wehr du kommst, wie alt du bist oder welchen Dienstgrad Du hast - man gehört einfach zusammen, wie eine große Familie.

Als ich mit 46 meine Truppmanausbildung in Dannenberg absolvierte, frotzelte ein Ausbilder, ob ich mir das wirklich noch antun will. Damals sagte ich natürlich: Ja! Das würde ich heute immer noch sagen.

Wir bedanken uns bei unseren Unterstützern:

                 
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